Warum wir uns für einen Kastenwagen entschieden haben

Wie wir Camping-Muffel zu einem eigenen Kastenwagen kamen

Warum überhaupt ein Wohnmobil? Eigentlich hatten wir mit Camping überhaupt nichts am Hut. Dies änderte sich als wir 2013 zum zweiten Mal mit einem Mietauto in Schweden Ferien machten. Uns fiel auf, dass sehr viele Wohnmobile auf den Strassen zu sehen waren. Als wir dann zufällig an einem grossen Wohnmobil-Händler vorbei fuhren, sind wir aus lauter Neugierde gleich einmal durch sämtliche offenen Wohnmobile geklettert und waren beeindruckt was es da so alles für Fahrzeugtypen und Varianten gab.

2015 haben wir dann das erste Mal, und das gleich für fünf Wochen, ein 7 Meter langes Dethleffs Wohmobil in Hamburg gemietet und sind damit durch Schweden gefahren. Nach anfänglichen Schwierigkeiten 🙂 war es dann einfach nur super toll und das Womo-Fieber hatte uns gepackt! Unsere schönsten Ferien bis dato!

Am Siljansee standen wir neben einem Kastenwagen – einem Pössl! Das wäre doch eine ideale Grösse um auch auf unseren Strassen herum zu kurven. Mit der Länge des Dethleffs hatten wir nämlich keine Probleme, jedoch fanden wir die Breite von 2.36 m etwas unhandlich – nicht in Schweden aber in Deutschland. Und der Pössl sah definitiv weniger breit aus. Noch auf dem Campingplatz surften wir nach der damals für uns noch unbekannten Marke. Schön waren die Modelle ja alle, aber so viel Geld ausgeben? Das lohnt sich doch nicht für die paar Wochen Ferien im Jahr. So begruben wir unsere Idee vorerst wieder…

2016 haben wir im Frühling bei Mc Rent in Isny einen 5.42 m langen Pössl Kastenwagen gemietet und sind damit 10 Tage lang durch Deutschland & Österreich gefahren. Leider regnete es in diesen Ferien ziemlich oft und so war Martina froh, dass wir den Kasten wieder abgeben und noch ein paar Tage in einem noblen Wellnesshotel verbringen konnten (war als Erholung/Belohnung gedacht!). Die Hotel-Annehmlichkeiten und das Essen waren toll. Doch schon nach kurzer Zeit – wir machten am ersten Tag einen Spaziergang und der führte an einem Campingplatz vorbei, den wir natürlich inspizieren mussten und schon wurden wir wehmütig und vermissten den Kasten! Und «standesgemäss» gekleidet & ausgerüstet für das Hotel waren wir auch nicht wirklich. Statt mit einem eleganten Rollkoffer sind wir mit grossen Ikea Taschen ins Hotel eingezogen (wir haben unser Bagage erst nach dem Einchecken diskret rein geschmuggelt da wir uns etwas geschämt hatten).

Im Sommer 2016 sind wir wieder nach Schweden gefahren. Diesmal mit dem eigenen Auto und per Autozug von Lörrach bis Hamburg Altona. Das rot-weisse Schweden-Ferienhäuschen war zauberhaft, aber der Aktionsradius ist halt doch beschränkt. Als wir auf unseren täglichen Ausflügen an Campingplätzen vorbeikamen, ergriff uns jedesmal Wehmut. Ja, wir waren sogar so sentimental an einem Platz vorbeizufahren wo wir im Jahr 2015 übernachtet hatten – «ach waren das schöne Zeiten damals mit dem Womo, schnieff!».

Das Campingfieber hatte uns also definitiv gepackt. Aber selber einen kaufen? Bereits in den Ferien in Schweden hatten wir das Thema hin- und her diskutiert und beschlossen zu Hause dann mal nach einem Occasions Fahrzeug Ausschau zu halten. Das kann ja nicht so teuer sein und wir brauchen ja eigentlich nicht unbedingt ein Neufahrzeug.

Die Internetsuche nach einem passenden Pössl ging los, verlief aber doch eher unbefriedigend. Der Markt ist so am boomen, dass halbwegs aktuelle Occasions-Fahrzeuge fast zum Neuwagen-Preis angeboten werden. Dann doch lieber etwas mehr bezahlen und einen Neuwagen kaufen!

Also ging die Suche nach einem passenden Womo los, wir klapperten im Internet die üblichen Verdächtigen ab: Pössl, Vantourer, Knaus und viele mehr. Studierten die verschiedenen Grundrisse und Bad-Ausführungen. Für uns war klar, dass wir unbedingt Längsbetten und eine brauchbare Duschlösung wollten.

Also nur mal schauen gehen zu einem grossen Händler in Jestetten. Aus dem «nur mal schauen gehen» wurde unser Favorit dann schon bald ein Pössl Summit 640 genannt Paulchen! Auslieferung war im Juni 2017 und was wir so mit unserem Paulchen erleben könnt ihr hier in unserem Blog nachlesen.

Viel Spass beim Stöbern.

Die 3 Womis!

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